Filmkritik: Avengers – Age of Ultron (3D)

Age of Ultron - FilmplakatAction/Comedy, USA 2015

Regie: Joss Whedon; Darsteller: Robert Downey Jr., Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Chris Evans, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Elizabeth Olsen

Meine Erwartungen an DEN Marvel-Blockbuster des Jahres waren recht hoch, nicht zuletzt weil ich mir –  nachdem zuletzt im zweiten „Captain America“ die Geschichte von SHIELD quasi zu ende erzählt wurde – ein spannendes neues Kapitel von „Age of Ultron“ versprochen habe. Nicht spannend a la Hitchcock, sondern spannend im Rahmen eines riesigen Superhelden-Universums: neue Welten, neue Bösewichter, und natürlich spektakuläre 3D- Action.

Leider ist die Story die größte (und einzige) wirkliche Enttäuschung des Films. Tony Starks Idee, eine künstliche Intelligenz zur Verteidigung der Erde zu installieren, geht mächtig schief. Die „Avengers“ müssen alle ihre Kräfte aufbieten, um „Ultron“ an der Vernichtung des Planeten zu hindern. Der arg dünne Plot sorgt dafür, dass Bruce Banner und Kollegen ordentlich zu tun haben, und am Ende die Weichen für die kommenden Filme („Captain America: Civil War“ in 2016 und „Thor: Ragnarok“ in 2017) gestellt werden. Einfallsreich oder aufregend ist das alles aber nicht.

Was nicht bedeutet, dass „Avengers – Age of Ultron“ nicht eine Menge guter Actionszenen bieten würde. Ganz im Gegenteil, die Truppe ist fast pausenlos im Einsatz. Die 3D-Effekte sind gut, die Actionszenen setzen aber insgesamt anders als in Teil eins keine neuen Standards. Am besten funktioniert der Film als Buddy-Komödie mit sehr guten One-Linern, dem bekannt feinen Gespür für seine Figuren und deren Eigenheiten. Zwischen zwei Helden beginnt es gar romantisch zu werden, was für heikel-witzige Momente sorgt. Es deuten sich zudem Abschiede an, während gleichzeitig ein wenig frisches Blut hinzukommt.

Ein wenig schade ist es, dass „Age of Ultron“ kein echtes Highlight in der Reihe ist, sondern eher wie eine spaßige Klassenfahrt ohne echtes Ziel daherkommt. Es bleibt zu hoffen, dass in den schon erwähnten nächsten Filmen storytechnisch ein starke Vorlage für die angekündigten „Avengers – Infinity Wars“ (2018 und 2019 im Kino) geliefert wird. In völliger Unkenntnis der Comics ist es mir dabei ziemlich egal, in welche Richtung es geht – so lange es mich wenigstens oberflächlich zu fesseln vermag.

(knapp) 4/5

 

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