Kurzkritik: Wish I Was Here

Wish I Was Here FilmposterDrama/Comedy, USA 2014

Regie: Zach Braff; Darsteller: Zach Braff, Kate Hudson, Mandy Patinkin

„Scrubs“-Star Zach Braff hat vor zehn Jahren mit „Garden State“ einen bittersüssen ‚Coming of Age‘-Film gedreht, der mir großen Spaß gemacht hat. Nun meldet er sich mit dem per crowd funding finanzierten „Wish I Was Here“ zurück, der von ganz ähnlicher Machart ist, aber weniger überzeugen kann. Er spielt darin den erfolglosen Schauspieler Noah Blooms, der sich mit Mitte 30 der traurigen Gewissheit stellen muss, dass sein Leben so nicht weitergehen kann.

Während der Indie-lastige Soundtrack und die Dialoge überzeugen fehlt es dem Drehbuch und auch den Figuren an innerer Logik. Es ist zwar unterhaltsam, dem Treiben zuzusehen, aber nimmt es nie so richtig ernst. Braffs zentrale, von ihm selbst gespielte Figur ist – trotz einiger sympathischer Züge – nicht glaubwürdig. Das ganze Anfangsszenario scheint mir unplausibel.

Das bedeutet keinesfalls, dass „Wish I Was Here“ nicht ein paar starke Momente hätte oder insgesamt schlecht gemacht wäre. Mitfühlend und mit nachdenklichen Untertönen blickt er auf ein kompliziertes (gibt es unkomplizierte?) Familienleben. Vielleicht ist die Planlosigkeit wie schon bei „Garden State“ einfach Teil des Plans – passt aus meiner Sicht aber weniger gut ins Bild.

3/5

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