Filmkritik: To Rome With Love

To Rome With LoveEine normale Rezension zu Woody Allens neuem Film kann ich guten Gewissens leider nicht schreiben. Es gab da ein Problem mit den Untertiteln (es gab nämlich für die italienischen Parts keine), und so habe ich von zwei der vier Episoden, aus denen „To Rome With Love“ besteht nur die Hälfte – nämlich die grobe Handlung und ein paar leichte Brocken italienisch – verstanden. Der Vollständigkeit halber will ich hier trotzdem erwähnen, dass ich den Film für Allens schwächsten seit Jahren halte, vielleicht noch schwächer als „Scoop“ und „Cassandra’s Dream“.

Das Problem ist ganz einfach. Trotz der malerischen Bilder (die sicher ein geschöntes Bild der Stadt zeigen) und dem gewohnt namhaften Ensemble kommt der Film in keiner der vier Episoden so richtig in Fahrt. Ob die von einem Architektur-Professor kommentierte Dreiecksgeschichte unter jungen Auslandsstudenten, die vom Himmel gefallene Berühmtheit eines Normalbürgers, die Hochzeitsreise eines jungen Paares aus der italienischen Provinz oder der Opern-Regisseur im Ruhestand, der bei der neuen Verwandtschaft einen kommenden Star-Tenor entdeckt – all diese Stories sind bestenfalls gefällig und hin und wieder mal witzig.

In seinen besten Spätwerken der letzten Jahre hat Allen es immer wieder geschafft, seine urtypischen Themen und Figuren in neue Städte, Zeiten und Erzählformen zu verpflanzen. In „To Rome With Love“ versucht er das nur halbherzig und gibt dafür einer körperbetonteren Komik den Vorzug. Die sorgt wohl für Erheiterung, und seine Stars wie etwa Penelope Cruz, Alec Baldwin, Ellen Page, Jesse Eisenberg und Roberto Benigni geben sich auch alle Mühe. Doch mehr als einen harmlosen Spaß, der so dahin plätschert, ergibt das in der Summe nicht. Von Woody Allen erwartet man da nach „Midnight in Paris“, „Vicky Christina Barcelona“ oder „Match Point“ einfach mehr. Sein Sommer in Rom scheint den Altmeister nicht sonderlich inspiriert zu haben…

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