Filmkritik: „Conan der Barbar“ (2011)

Conan der Barbar Remake 2011Braucht die Welt ein Remake des Arnie-Klassikers „Conan“? Die Antwort liegt auf der Hand, denke ich. Aber was hilft das, der Film ist ja nun da. Und tatsächlich ist er gar nicht schlecht geworden. Das Remake ist ein gut gemachter – wenn auch reichlich primitiver – actionreicher Abenteuerfilm der gewalttätigen Sorte.

Das Original ist berühmt für die wenigen Dialoge, die es braucht um seine Geschichte zu erzählen. Die ersten zwanzig Minuten kommt der Film ohne ein einziges gesprochenes Wort aus. Nun war Arnie, zumal am Beginn seiner Karriere, aber ohnehin ein Schauspieler, der mit wenig Worten auskam.

Jason Momoa, sein Nachfolger in der Titelrolle, muss schon um einiges mehr Text aufsagen. Das gelingt ihm gar nicht schlecht, wobei natürlich für die Rolle als Barbar auch kein Charakterdarsteller notwendig ist. Sondern eine echte Kante, die sich ordentlich prügeln kann. „Conan der Barbar“ erzählt in Grundzügen eine ähnliche Geschichte wie das Original, wobei ich mir fast sicher bin, dass einiges dazu gedichtet wurde.

Ist auch egal. Bei der Produktion des Films wurde nicht gespart, Ausstattung und Special-Effects sind durchaus auf der Höhe der Zeit. Ich bin ja selber kein großer Freund des Fantasy-Genres, doch zum Glück werden dessen Elemente recht  sparsam eingesetzt. Ein bißchen Zauberei gehört dazu, es überwiegen aber eher altmodische Actionszenen.

Das Tempo ist anders als im Original recht flott. Nachdem der junge Conan am Anfang des Films erleben muss, wie sein ganzes Dorf ausgelöscht wird, geht es ohne Umwege dann mit seinem Rachefeldzug los. Die Details lasse ich hier mal weg, der Handlung wegen sollte man sich „Conan der Barbar“ nicht ansehen. Wer aber einen blutigen Abenteuer-Film mit einem halbnackten Muskelprotz in der Hauptrolle sehen möchte dürfte auf seine Kosten kommen. Das Zeug zum Kultfilm hat diese Version aber nicht, es fehlt ganz einfach der umwerfend stumpfe Charme des Originals.

Knapp: 3/5

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