Kino-Highlights 2011 – April bis Juni

Das Frühjahr und der Sommerbeginn sind Blockbuster-Zeit. Ein Blick auf die bereits angekündigten Filme macht leider wenig Hoffnung, dass 2011 ein Film vom Schlage „Inception“ dabei ist, wie üblich dominieren Fortsetzungen das Bild. Immerhin, ein paar Lichtblicke sind dabei, hier eine kurze Zusammenstellung, was auf uns zu kommt. Natürlich sind noch längst nicht alle Termine fest, es kommen also sicherlich noch Filme dazu.

Am 7.4. läuft mit „The Fighter“ der letzte Film an, die früh für einen Oscar im Gespräch waren. Mark Wahlberg spielt „Irish“ Mickey Ward, einen Boxer, den es tatsächlich mal gab (in den 80ern glaube ich), Christian Bale ist als sein Bruder dabei. Boxerdramen sind irgendwie immer auch preisverdächtig, wohl weil sich die männlichen Hauptdarsteller immer so richtig ins Zeug legen, wenn sie harte Kerle mimen. Der andere Neustart der Woche ist „Limitless“, dessen Story etwa so geht: ein smarter Typ (Bradley Cooper) bekommt auf ominöse Weise eine Wunderdroge verabreicht, die ihn in allen Lebensbereichen zum absoluten Gewinner macht. Doch dann ist sein Vorrat erschöpft, und der gute Mann hat ein Problem. Klingt irgendwie sinnlos, aber es könnte ein lustiges „morality play“ werden, wenn das Drehbuch denn diesen Weg gehen will.

Wenn „World Invasion: Battle Los Angeles“ am 14.4. eingermaßen hält, was der Trailer verspricht, dann freue ich mich sehr auf den Film. Das ganze sieht aus wie eine Mischung aus „District 9“, „Independence Day“ und „Black Hawk Down“. Wenn neben den Tricks auch die Story stimmt müsste der Film taugen – krachen wird es angesichts des Themas auf jeden Fall genug!

Am 28.4. geben sich zwei Kandidaten die Ehre, die hier nur stehen weil „Highlight“ ein dehnbarer Begriff ist und ich Optimist bin. Zum einen wäre da „Thor“, der die alte Sage vom Donnergott mit dem hier und jetzt verbindet. Klingt nach Trash, aber wenn Shakespeare-Veteran Kenneth Branagh Regie führt und Personal wie Anthony Hopkins und Natalie Portman involviert ist kann man ja noch Hoffnung haben. Der Trailer sieht okayisch aus. Hinter dem Titel „Fast Five“ verbirgt sich der mittlerweile fünfte Teil der „Fast & Furious“-Reihe, wie schon bei Teil 4 sind Paul Walker und Vin Diesel wieder an Bord – für Unterhaltung wird das ewige Geklaue und Geheize schon reichen, den Gang ins Kino werde ich mir eher klemmen…

Der erste interessante Start, der für den Mai vorgesehen ist nennt sich „Source Code“ und läuft am 5.5. an. Regisseur ist Duncan Jones, der letztes Jahr mit „Moon“ einen guten Eindruck hinterließ. Im Film spielt Jake Gyllenhaal einen Mann, der vom Geheimdienst durch eine Zeitschleuse geschickt wird, um einen Terroranschlag zu verhindern. Oder wenigstens heraus zu finden, wer ihn verübt hat. Im Trailer klingt vieles nach „Matrix“, mal sehen ob der Film auch irgendwie ernsthaft originell ist.

Dann am 19.5. kehren die Piraten zurück, in „On Stranger Tides“. Johnny Depp gibt nochmal den Captain Sparrow, statt Keira Knightley und Orlando Bloom ist u.a. Penelope Cruz dabei. Es wird sicher wieder um verlorene Schätze und Flüche und so Zeug gehen, im Kino tue ich mir den Quatsch allerdings nur an, wenn ALLE sagen, dass der Film was taugt. Ich bezweifle das nämlich ernsthaft – surprise!

Noch keinen Trailer gibt es für den am 2.6. anlaufenden „The Hangover 2“. Teil eins war ja in der Tat recht lustig, mal sehen ob die Autoren noch ein paar Pfeile im Köcher haben. Die alte Besetzung ist wieder dabei, wobei Heather Graham ersetzt wird und eine andere Berühmtheit als Mike Tyson einen Cameo-Auftritt haben wird. Ursprünglich sollte Mel Gibson den Job machen, aber angesichts dessen jüngster Eskapaden wurde die Idee – zu Gibsons Unmut – verworfen.

Ebenfalls noch ohne Trailer ist „X-Men: First Class“. In dem Prequel, das die „Geburt“ der wichtigsten X-Men erzählt, spielen ganz neue Gesichter mit, unter anderem James McAvoy als junger Prof. Xavier, Michael Fassbender als Magneto, Rose Byrne und Kevin Bacon. So wirklich begeistern tut die Aussicht auf einen weiteren Film der Reihe nicht, immerhin ist mit Matthew Vaughn („Layer Cake“, „Kick-Ass“) ein guter Regisseur dabei. Ob sich die Story wirklich lohnt muss eben abgewartet werden – ab dem 9.6. kann man das heraus finden.

Am 16.6. startet die Superhero-Comic-Adaption „The Green Lantern“, und um ehrlich zu sein habe ich den Trailer gesehen, aber völlig vergessen, worum es geht. Und irgendwie scheint der Film die 100. Comic-Verfilmung der letzten 10 Jahre zu sein. Ob er irgendwelche Qualitäten besitzt, die ihn aus der Masse heraus heben können muss mindestens bezweifelt werden, aber irgendwas werden sich die Produzenten bei der teuren Produktion ja gedacht haben. Hoffentlich.

Am letzten Wochenende des hier umrissenen Quartals läuft dann das Anti-Highlight „Transformers – Dark Side of the Moon“ an, das ich hier nur der Vollständigkeit halber erwähne. Michael Bay wird die Blech-Gestalten wieder kräftig hin und her schleudern und sicherlich versuchen, den lahmen Pixel-Overkill von Teil zwei noch zu übertreffen. Das Ganze wird in 3D gedreht, Megan Fox wurde nicht mehr berücksichtigt und wird durch einen anderen heißen Feger ersetzt – und von mir aus könnte der Film auch einfach ausfallen. I couldn’t care less.

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