The Wolfman (DVD)

So richtig viel fällt mir zu diesem Remake des 1941er Horror-Klassiker „The Wolfman“ nicht ein, deshalb fasse ich mich mal kurz. Um die vorletzte Jahrhundertwende herum kehrt Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) in sein Heimatdorf Blackmoore zurück, um das Verschwinden seines Bruders aufzuklären. Das Verhältnis zu seinem Vater John (Anthony Hopkins) darf man getrost als gestört betrachten. Zu Gwen (Emily Blunt), der Verlobten seines Bruders, fühlt sich Lawrence dagegen immer mehr hingezogen.

Die Dorfbewohner sind in heller Aufregung, weil eine fürchterliche Kreatur ihr Unwesen treibt. Lawrence überlebt eine Attacke des wolfsähnlichen Viechs, und erholt sich schnell wieder. Zu schnell, in den Augen vieler Dorfbewohner, als dass alles mit rechten Dingen zugehen könnte. In Person von Inspektor Abberline (Hugo Weaving) ist bald auch Scotland Yard an dem Fall interessiert. Es fällt nicht schwer sich auszumalen, wie das Ganze weiter und zueende geht. Atmosphärisch ist „The Wolfman“ nah dran an den klassischen Horrorfilmen von anno dazumal, Inszenierung und Ausstattung sind solide, ebenso die Spezial-Effekte, die für die Titelfigur unumgänglich sind (okay, früher waren es bekloppte Kostüme, aber das braucht man heute niemandem mehr vorsetzen…).

Benicio Del Toro ist ein guter Schauspieler, keine Frage. In der Rolle eines dörflichen Engländers um 1900 aber ist er ziemlich fehlbesetzt. Zwar macht er durch sein Spiel einiges wieder gut, vom Gesamteindruck aber hätte Gegenspieler Hugo Weaving besser in die Rolle gepasst. Der Plot ist nicht sonderlich aufregend, die Exposition vielleicht einen Tick zu lang, am besten haben mir die Action-Szenen in London gefallen. In der „Unrated“-Version geht es äußerst blutig zu, der „Wolfmann“ ist ein Spezialist im Abtrennen von Köpfen und anderen Körperteilen. Begeistern oder faszinieren kann der Film nicht wirklich, aber irgendwie habe ich – bei niedriger Erwartungshaltung – an der altmodischen Gruselgeschichte mit modernem Bodycount durchaus meinen Spaß gehabt.

3/5

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