Legion (DVD)

Bei manchen Filmen ist mir einfach nicht klar, wie sie es jemals von der Drehbuchidee zum Kinofilm schaffen konnten. „Legion“ ist so ein Fall. Der Film ist nicht sonderlich schlecht, aber auch nicht gut. Er kombiniert Horror- und Zombiefilm-Elemente mit biblischen Apokalypse-Szenarien und verfeindeten Engeln – ist aber als Ganzes nicht mehr als die Summe seiner Teile.

In einem trostlosen Diner in der Wüste bei Las Vegas kommt es zum Showdown zwischen Engel Michael (Paul Bettany) und seinem Widersacher Gabriel, der mit seinen Zombie-mäßigen Horden angereist ist. Mitten in den Schlamassel geraten Bob (Dennis Quaid), der Betreiber des Diners, mit seinem Sohn und der schwangeren Kellnerin, sowie einige (unfreiwillige) Gäste.

Es folgen Shootouts und Gemetzel, unterbrochen von obligatorischen Drama-Szenen, die bemüht sind alle Figuren ein wenig auszuleuchten. Den Aufwand hätte man sich allerdings sparen können, denn auch wenn die Schauspieler einen korrekten Job machen bringt man nur mäßig Sympathien für die Charaktere auf. Die Story wiederum ist schlichtweg beknackt. Bob protestiert an einer Stelle, er glaube gar nicht an Gott, worauf Michael nur erwidert, Gott glaube auch nicht an ihn und den Rest der Menschheit – alles klar?

Sinnfrei und willenlos ist „Legion“ also geworden, aber nicht unguckbar. Für mehr als bloße Bespaßung auf mäßigem Niveau reicht es dabei nicht. Warum dieser Quatsch im Kino lief während andere Filme gleich auf DVD „verschwinden“ ist jedenfalls schwer nachvollziehbar.

2/5

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