Was genau läuft denn dieses Jahr noch an?

Der Spielplan ist ja noch nicht ganz geschlossen, will sagen der ein oder andere spontane Start wird sicher noch angekündigt. Laut Filmstarts.de stehen folgende Termine bereits fest – ein Herbst für Cineasten wird das wohl nicht..

Am 15.10. läuft „Thirst“ an, der neue Film von Chan-wook Park („Old Boy“). Vorschßlorbeeren gibts für den genug, mal sehen ob ich ihn im Kino erwische. Sam Mendes‘ neuer Film nach „Revolutionary Road“ ist „Away We Go„, ein diesmal statt mit Kate und Leo eher mit unbekannten Schauspielern besetztes Drama. Ob es den Gang ins Kino lohnt ist unklar. „Das Weiße Band“ von Michael Haneke („Funny Games“) hat dieses JAhr die Goldene Palme von Cannes gewonnen und klingt interessant – aber auch hier seh ich mich noch nicht zu 100% ins Kino gehen.

Am 22.10. siehts ganz dünne aus. „Die Päpstin“ geht mir am A**** vorbei, schon weil der langweilige Teaser mich das ganze Jahr im Kino verfolgt hat.“(500) Days of Summer“ wird als unkonventionelle romantische Komödie vermarktet und kann immerhin eine – vorübergehende – Platzierung in den Top-250 der IMDB vorweisen. Ob nicht trotzdem die DVD ausreicht? Möglich.

Auch am 29.10. sind keine Hochkaräter dabei. „I love you, Beth Cooper“ ist ein Komödien-Vehikel für „Heroes“-Star Hayden Panettiere, und dann läuft noch ein Film mit Eddie Murphy an (und wann war DAS zuletzt eine gute Nachricht?)…

Am 5.11. ein Lichtblick: Steven Soderberghs „The Informant“ gibt sich die Ehre, mit Matt Damon in der Hauptrolle. „All Inclusive“ von und mit Jon Favreau und Vince Vaughn ist eine Pärchen-Komödie, die durchaus lustig sein könnte und nicht ganz dem langweiligen Romance/Comedy-Schema entsprechen soll. Auch eine Neuverfilmung der „Weihnachtsgeschichte“ geht an den Start, mit Jim Carrey als Ebenezer Scrooge, Regie führte Robert Zemeckis („Zurück in die Zukunft“, „Forrest Gump“). Megan Fox aus „Transformers 1 &2“ testet in „Jennifer’s Body„, ob sie auch ohne blecherne Pixel-Unterstützung genug Starpower hat, um die jungen Leute ins Kino zu locken. Könnte mal wieder ein Double-Feature werden – ohne die Weihnachtsgeschichte, versteht sich, da ist mir Anfang November auch schlicht mal zu früh!

Am 12.11. bittet Roland Emmerich mit dem Apocalypse-Spektakel „2012“ um die Aufmerksamkeit des Publikums, und meine hat er auch sicher. Ich seh jedes Jahr gerne im großen Saal des Cinestar Original die Welt untergehen, gerne auch unter Emmerichs Regie. Michael Moore bringt am selben Tag „Capitalism – A love Story“ in die Kinos, was ich wohl gern sehen will. Wie zu lesen ist hat der dicke Mann mit der Baseballmütze auch keine Lösung für die Krise, aber ein paar treffende Fragen im Gepäck. Die Schmonzette „Love Happens“ mit Aaron Eckhart und Jennifer Aniston ist dagegen ein sicherer Streichkandidat.

Der 19.11. wird wiederum richtig langweilig. „All About Steve“ mit Sandra Bullock sieht dem Trailer nach ganz mies aus, die restlichen Neustarts entlocken mir nicht mal ein „Ja, ach“. Next! Nur leider ist der Donnerstag drauf auch bis jetzt sehr dünn besetzt. Die erste „Twilight“-Fortsetzung „New Moon“ ist nur was für weibliche Teenies, und die werden sich auch nicht lumpen lassen – der Rest darf draußen bleiben.

Die ersten Starts im Dezember bietet folgende Mischung: „Saw 6“ fällt in die Kategorie ‚who cares?!‘, „Zweiohrküken“ setzt Til Schweigers Publikumserfolg „Keinohrhasen“ fort – nicht ganz meine Baustelle. Und dann ist da noch der neue Woody Allen, „Whatever Works„, bei dem sich die Kritiker mal wieder immens uneinig sind, was nur eins bedeuten kann: Woody Allen-Fans dürfen sich freuen, für den Rest gibts nichts zu sehen. Good for me!

Am 10.12. kommt das Drama „Der Solist“ in die Kinos, immerhin mit Robert Downey Jr. und Jamie Foyy besetzt. Allerdings ist mir der Film schon in der Sneak-Preview vor die Flinte gelaufen, und ich muss sagen, man kann ihn getrost vergessen. Schon besser könnte „Zombieland“ sein, ein Splatter-Vergnügen mit Woody Harrelson, das in den USA für überraschend hohe Umsätze sorgen konnte – auch NACH dem ersten Wochenende..

James Camerons „Avatar“ ist seit Jahren DER Gesprächsstoff Hollywoods, am 17.12. wird man sehen können, ob der Film den ganzen Hype rechtfertigen kann. Außerdem dabei die Kinderbuch-Verfilmung „Wo die wilden Kerle wohnen„, die offenbar auch auf ein paar älter gewordene Fans des Buches setzt. An Heiligabend selbst wiederum sind bisher nur Starts geplant, die mir sicherlich keine Zeilen entlocken werden, u.a. das von den Weinsteins produzierte Musical „Fame„.

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