Edzards Filmriss

DER Filmblog. Alles andere is Quatsch!

Monthly Archives: April 2009

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The Spirit

Frank Miller ist der Mann, dem das Publikum “Sin City” verdankt. Er schrieb die Vorlagen und führte gemeinsam mit Robert Rodriguez Regie. Nun hat Miller zum ersten mal alleine Regie geführt, bei der Verfilmung von Will Eisners Comic (entschuldigung, graphic novel) “The Spirit”. Der Film ähnelt von seiner Anlage her durchaus “Sin City”, kommt leider aber in keiner Weise an dessen Klasse heran. Als Verantwortlicher für Drehbuch und Regie dürfte Miller selbst nicht ganz schuldlos sein, dass der Film vor allem dramaturgisch ein ziemlicher Rohrkrepierer geworden ist.

“The Spirit” (Gabriel Macht) ist ein Ex-Cop, der als unverwundbarer Gesetzeshüter auf “seine” Stadt Central City aufpasst. Sein Gegenspieler ist Dr. Octopus (Samuel L. Jackson), der in bester Bösewicht-Manier einen Plan zur Weltbeherrschung ausgeheckt hat. Dabei kommt ihm allerdings die Jugendliebe des Helden, Sand Saref (Eva Mendes), in die Quere. Denn die gelangt versehentlich in den Besitz der begehrten Vase, die Octopus zur Macht verhelfen soll.

Optisch geht “The Spirit” ähnliche Wege wie “Sin City”, dunkle Farben, krasse Kontraste und ein extrem künstlicher Comic-Look stehen dem Film auch nicht schlecht. Bis auf ein paar unglaubwürdige Effekte kann “The Spirit” mit seinem Look durchaus punkten. Leider überwiegen ansonsten doch eher die Schwächen. So ist etwa die Story bestenfalls mittelmäßig und die Hauptrolle grundsolide fehlbesetzt. Eine düstere Welt wie Central City braucht einen düsteren Helden, doch Gabriel Macht stolpert eher als sturer Schuljunge aus einer mexikanischen Telenovela durch den Film, was zum Teil einfach lächerlich wirkt.

Der (unvermeidliche) Off-Kommentar enthält zu viel BlaBla, die Bösewichter um Jackson (u.a. Scarlett Johansson als Assistentin) sind allzu albern, und schon der erste Kampf zwischen Spirit und Octopus besticht vor allem durch dummes Gequatsche und Sinnlosigkeit. Die wenigen guten Szenen des Films sind Eva Mendes vorbehalten, die ähnlich wie in “The Women” allen die Schau stiehlt, weil sie als einzige etwas Feuer versprühen kann. Eine Handvoll gelungener Szenen und der besagte schicke Look vermögen “The Spirit” nicht über die Zeit zu bringen. Auch eine skurille Einstellung, in der Jackson und Johansson (warum auch immer) als Nazis verkleidet vor Hitler-Portraits und mit der deutschen Hymne im Hintergrund ihren Masterplan erklären kommt über ein Nummernrevue-Feeling nicht hinaus.

Gänzlich unguckbar ist “The Spirit” nicht, er hat auch seine guten Momente. Insgesamt aber ist der Film nicht zu empfehlen. Irgendwie kann er sich zwischen seinen albernen Figuren und dem düsteren Setting nicht entscheiden, im Ergebnis lässt einen das Geschehen bis auf wenige Ausnahmen kalt. Immerhin ist er mit 105 Minuten Spielzeit nicht auch noch zu lang.

2/5

"Wolverine"-Raubkopie im Netz aufgetaucht

Illegale Kopien von Kinofilmen sind wahrlich nichts neues. Sobald irgendwo auf der Welt die ersten Screener (für Verleihe oder Videotheken) rausgeschickt werden sind die Filme in anständiger Qualität im Netz zu finden. Schon fast berühmt sind die Kopien, die die Studios an die Mitglieder der Oscar-Academy schicken, damit bloss jeder den Film auch zu sehen bekommt. Denn diese Kopien, meist mit der kurzen Einblendung “For Your Consideration” versehen, landen immer pünktlich dann im Netz, wenn die Filme (in den USA) noch im Kino laufen, oder noch gar nicht angelaufen sind.

Der Fall einer Kopie von “Wolverine” liegt da etwas anders. Wie die New York Times berichtet handelt es sich um eine Vorabversion (neudeutsch: ein workprint), in dem sowohl Effekte als auch Musik und Ton noch vorläufigen Charakter haben. Wie die Kopie im Netz landete ist unklar. Grund zur Freude für das Studio ist das aber nicht unbedingt. Auch Ang Lees “Hulk” kursierte unfertig im Internet, und die bösen Kommentare zu den miesen Tricks (auch wenn sie im fertigen Film verbessert waren) haben zum enttäuschenden Abschneiden des Films ihren Teil beigetragen.

Ich werde mir diese Version jedenfalls nicht runterladen. Action a la “Wolverine” macht im Kino sowieso mehr Spaß. Und bis dahin sind auch die Effekte fertig.

Listen sind ja immer was Feines..

..deshalb hier mal der Link zu einer Top 10 der besten Verfolgungsjagden per Auto, die CNN zusammengestellt hat. Zu meiner großen Zufriedenheit ist “Vanishing Point” (hier jüngst in den Top 100 gelandet) auch dabei, wenn auch nicht ganz vorne…

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