Far Cry (DVD)

Wenn man schon mal bei schlechten Actionfilmen gelandet ist, dann doch bitte richtig. So folgt auf „Punisher – War Zone“ nun die deutsch-kanadische Verfilmung des Computerspiels „Far Cry“. Regie führt Uwe Boll, der in den USA als einer der schlechtesten Regisseure ALLER Zeiten gilt, und sich diesen Ruf mit Filmen wie „House of the Dead“, „Alone in the Dark“ und „Bloodrayne“ erarbeitet hat. Die Durchschnittswertung dieser Streifen bei IMDB.com liegt in etwa bei 2,1 – nur zum Vergleich: der Kevin Costner-Langweiler „Postman“ kommt immerhin auf 5,4…

Genug der Vorschusslorbeeren, mehr zum Film. Udo Kier gibt den „Mad Scientist“, der auf einer Insel menschliche Killermaschinen züchtet. Unter seinen „Opfern“ ist Soldat Max (unglaublich aber wahr: Ralf Möller), was dessen Nichte (natürlich eine Journalistin) dazu bringt, ihn auf der Insel aufzuspüren. Hier kommt Ex-Elite-Soldat Jack (Til Schweiger) ins Spiel, denn der hat das passende Boot zum rübermachen. Kaum angekommen geht dann die Action los, es wird geballert und geprügelt, auch an Verfolgungsjagden und sogar einer richtig miesen Bettszene mangelt es nicht.

Ist der Film also schlecht? Ja und nein. Angesichts der unterirdischen Dialoge, der sinnlosen Story, des omnipräsenten C-Movie-Feelings und der miesen Schauspielerleistungen ließe sich schon sagen, dass der Film zu den grottigsten überhaupt gehört. Andererseits scheint mir niemand der Beteiligten das Geschehen bzw. den Film an sich richtig ernst zu nehmen, weshalb man ihn – am besten in Gesellschaft – auch richtig genießen kann, sofern man Spaß an schlechten Filmen hat. Und schlechte Szenen bietet „Far Cry“ wahrlich am Fließband. Fraglich ist eigentlich nur, wer die geschätzten (IMDB) 30 Mio. Dollar für den Mist zur Verfügung gestellt hat – denn ein Publikum jenseits sich beömmelnder junger Männer (die bestenfalls EINMAL die DVD ausleihen) dürfte es auf dieser Erde nicht geben..

1/5

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