Eagle Eye

Der Copyshop-Angestellte Jerry (Shia LeBeouf) und die junge alleinerziehende Mutter Rachel (Michelle Monaghan) bekommen beide urplötzlich Anrufe, in denen sie zur unverzüglichen Flucht aus ihrem geregelten Leben aufgefordert werden. Bei Jerry steht in NullKommaNix das FBI vor der Tür, Rachel wird erklärt sie müsse tun  was verlangt werde, um ihren Sohn wieder zu sehen. Und so attestiert diese ominöse Macht, die aus dem Telefon spricht (und  Ampeln auf grün schalten, Anrufe umleiten kann und sonstige Technik-Manipulationen im Program hat) den beiden bei einer wilden Flucht quer durchs Land, verfolgt von allen möglichen Bundesbehörden, die Jerry und seinen verstorbenen Zwillingsbruder für Terroristen halten.

Die Auflösung des betont mysteriösen Plots will ich hier nicht vorweg nehmen, nur soviel sei gesagt: sie passt ganz gut zum Film, fällt bei näherer Betrachtung der Story aber (natürlich) in sich zusammen. Das hohe Erzähltempo lässt eine solche Betrachtung aber (sicher nicht ohne Grund) auch erst zu wenn der Film vorbei ist. Bis dahin wurden bei einigen Verfolgungsfahrten unzählige Autos verschrottet, wurden Züge und Flugzeuge bestiegen, während Agent Morgan (Billy Bob Thornton) und Armee-Ermittlerin Perez (Rosario Dawson) versuchen zu begreifen, was da eigentlich im Gange ist. Für einen Actionfilm, der ausnahmsweise weder Fortsetzung, noch Remake oder Comic-Verfilmung ist, hat „Eagle Eye“ genug im Gepäck um sein Publikum bei Laune zu halten. LaBeouf und Monaghan machen einen soliden Job, wenn auch die Chemie zwischen beiden nicht eben explosiv ist. Viel wird von dem Film nicht hängen bleiben, aber so ist der Film (bis auf ein paar aus Hollywood bekannte politische Zwischentöne) auch nicht gedacht – er bietet Mainstream-Unterhaltung und leistet sich dabei keine groben Aussetzer.

6/10

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