Ananas-Express

Der neueste Film aus dem Umfeld von Produzent/Regisseur/Drehbuchschreiber Judd Apatow („40-yr. old Virgin“, „Knocked Up“, „Superbad“) mit dem ebenfalls häufig beteiligten Knuddelbären Seth Rogen in der Hauptrolle ist eine Kifferkomödie mit Actioneinlagen und ein wenig Drama. Dauerkiffer Dale (Rogen) und sein Dealer (James Franco) sind plötzlich auf der Flucht, weil Dale einen Mord beobachtet und das absolut hammermäßig reinhauende Weed der Sorte „Pineapple Express“ (Originaltitel) am Tatort zurücklässt – dumm nur, dass es außer den beiden niemand besitzt und die Mörder das Kraut schnell zurückverfolgen können.

Es folgt ein durchaus abwechslungsreicher Trip, in dem die beiden Hauptdarsteller mal auf fröhlichem Kiffertrip durch die Wälder sind und kurz darauf in eine wilde Verfolgungsfahrt geraten. Bis zum Showdown in einem geheimen Anbaulabor müssen einige aberwitzige Situationen überstanden werden, u.a. ein fast vergessenes Kennenlern-Dinner mit den Eltern von Dales deutlich jüngerer Freundin.

Die Stärke des Films liegt dabei am ehesten in der liebevollen Zeichnung der Figuren, denen man immer gerne zusieht. James Franco ist eine ungewöhnliche Besetzungswahl für einen langhaarig-verpeilten Dope-Dealer, und hat offenbar seine Freude daran. Was allerdings fehlt ist ein vernünftiger Fokus – der Film hat deutlich weniger Lacher als „Superbad“ oder „Knocked Up“, ohne das irgendwie aufwiegen zu können. Die Story nimmt sich nur bedingt ernst, von Spannung kann auch nicht die Rede sein, und man weiss hin und wieder nicht was der ganze Schmuh eigentlich soll. Wahrscheinlich ist das Script ursprünglich mal bei einem gemütlichen Tütchen entstanden, und hat sich von dieser Herkunft nie so richtig befreit…

7/10

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