Keinohrhasen

Der geneigte Leser weiss, dass mein Interesse an deutschen Filmen, romantischen Komödien zumal, überschaubar ist. Den größten Kassenerfolg dieses Genres anno 2008 habe ich mir nun mal angesehen – und darf berichten, dass der Film zu unterhalten vermag und ein paar gelungene Scherze parat hat. Der arrogante Berliner Gossip-Journalist Ludo (Til Schweiger) muss wegen eines „Betriebsunfalls“ Sozialarbeit leisten. Und dies ausgerechnet im Kindergarten der hübschen, romantisch glücklosen Anna (Nora Tschirner). Natürlich funkt es da auch bald zwischen den beiden… Glaubwürdigkeit ist in dieser Art Film ohnehin eine zu vernachlässigende Größe, wie man allerdings auf die Idee kommen kann die beiden Hauptdarsteller (immerhin 18 Jahre auseinander) als „ungefähr gleichaltrig“ aufzubieten (gemeinsame Schulerlebnisse inklusive) bleibt ein Rätsel. Zumal die Chemie zwischen beiden okay ist und keine Not bestand, aus der Altersungleichheit ein Problem zu machen. Sei es drum, „Keinohrhasen“ ist kein ganz schlechter Film für den Start in den Herbst und gleichzeitig eine gute Entschuldigung für den Autor dieser Zeilen, die deutschen „Mainstream“-Streifen wieder ne Weile zu meiden. Es sei denn der „Baader-Meinhof“-Hype verirrt sich nach Kreuzberg, dann geh ich sogar vielleicht mal wieder ins Kino.
4/10

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