Charlie Bartlett

Coming-of-age-Dramen werden in den USA reihenweise produziert, doch leider haben längst nicht alle Filme die Klasse von „Thumbsucker“ oder „Igby Goes Down“. Titelfigur Charlie Bartlett, Teenager aus reichem Hause, fliegt zu Beginn des Films von der Privatschule, weil er gefälschte Führerscheine verkauft. Nun muss er sich in der öffentlichen Highschool herumplagen, wo die üblichen Probleme auf ihn warten. Thematisch nimmt der Film eigentlich alles mit, die Verschreibungswut von Psychologen, die überforderten Eltern, die unsicheren Teens zwischen Selbstverwirklichung und Herdentrieb. Nicht ohne gelungenen Witz und mit durchweg guten Schauspielern besetzt klaut letztlich Robert Downey Jr. (als trinkfreudig-melancholischer Schulleiter und Vater von Charlies Freundin Susan) der jüngeren Generation die Show. Der Film verschenkt leider eine Menge Potential, und ist nicht mutig genug einige Pfade abseits der bekannten „Wir müssen uns alle einfach respektieren und lieb haben“-Romantik zu betreten.
6/10

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