Death Sentence

Es ist noch nicht lange her, da gingen mit Jodie Foster die Pferde durch, weil eine geliebte Person sinnlos-brutal ermordet wurde. „The Brave One“ entpuppte sich trotz des altbekannten Thema als unterhaltsamer Film des gehobenen Mainstream-Durchschnitts. Nun erwischt es auch Kevin Bacon, genauer seinen Film-Sohn, der an einer Tankstelle ein er brutalen Gang zum Opfer fällt. Vor die Wahl gestellt den Täter für nur ein paar Jahre in den Knast zu bringen oder selbst tätig zu werden entscheidet sich der Familienvater und Versicherungsmanager – logisch – für die große Rachenummer. Die nimmt dann allerdings bald Formen an, die so nicht eingeplant waren, denn die Gangster lassen sich nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen.

Mangelnde Glaubwürdigkeit von Story und Charakteren fallen bei „Death Sentence“ sofort ins Auge, auch wenn mindestens Kevin Bacon einen sehr guten Job macht. Letztlich wird der Film zum Zwitter aus blutrünstig-fataler Ballerorgie und quasi-anspruchsvollem Rache-Drama, das den Spagat aber nur mit einigen Zugeständnissen an Logik, Charaktertiefe und Konsequenz eben gerade so hinbekommt. Wem man den Streifen dann eigentlich verkaufen will, oder auch was der ganze Budenzauber eigentlich bedeuten soll bleibt unklar.
5/10

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