Cloverfield

Alle Jahre wieder probiert Hollywood mal was aus, und auch „Cloverfield“ darf für Mainstream-Verhältnisse als Experiment gewertet werden. Mit bescheidenen Mitteln, dem unermüdlichen Einsatz einer wackeligen Handkamera, ohne Stars und mit einer modernen Internet-Marketingkampagne sollte die jugendliche Zielgruppe ins Kino gelockt werden (muss irgendwer da an „Blair Witch“ denken? Nee, ne?). Hippes New Yorker Jungvolk bevölkert die Szenerie, eine Surprise-Party ist im Gange, visuell begleitet von der Digi-Cam eines der Besucher. Kurz darauf fliegt allerdings sprichwörtlich halb New York in die Luft und käfer-artige Aliens (oder so) fallen über die Überlebenden her. Das ganze ist ausschliesslich in den „selbstgefilmten“ dunklen, verwackelten Bildern zu sehen und mit anständigen Effekten umgesetzt, sorgt so für kurzweiliges Vergnügen ohne viel Tiefgang. Als marketing-technisches Gesamtkunstwerk macht „Cloverfield“ also Sinn, (80 Mille Kino-Einspiel in den USA gegenber 30 Mille Kosten) und deshalb wird die von den Raubkopierern so fies gebeutelte Filmindustrie sicher demnächst noch einmal mit einem ähnlichen Konzept um die Ecke biegen. Und es gibt schlimmeres als das.
7/10

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