Die Fremde in Dir

Filme, in denen geschundene Seelen Rache nehmen wollen, erfreuen sich spätestens seit „Death Wish“ mit dem Bronsonschen Charles großer Beliebheit – bei gleichzeitig meist eher zweifelhafter zugrundeliegender Moral. In letzter Konsequenz gilt das auch für „The Brave One“ (Originaltitel), in dem eine von Jodie Foster gespielte Radio-Journalistin Opfer einer brutalen Attacke wird, bei der ihr Verlobter sein Leben verliert. Was danach kommt, könnte leicht zur langweiligen Rächer-Nummer verkommen, tut es aber nur sehr selten. Wegen der cleveren (wenngleich nicht sonderlich realistischen) Geschichte und den beiden starken Hauptdarstellern (neben Foster spielt der herrliche Terrence „D-Jay“ Howard einen Polizisten) nimmt der Film wirklich Fahrt auf und entwickelt dabei einige Spannung und Überraschungsmomente. So überwiegen am Ende die Stärken des Ganzen die Schwächen, die hin und wieder sichtbar werden (was mich wirklich überraschend hat). Für die von mir so oft wie gerne bemühten Freunde des gepflegten Thrillerchens bietet „Die Fremde in Dir“ alles, was es braucht. 7/10

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