Heroes

Neu im Fernsehapparat innen drin ist die US-Serie „Heroes“, die beim Ex-Tittensender RTL2 das Abendprogramm bereichert. Die Geschichte rund eines Dutzends stinknormaler Menschen, die langsam ihrer besonderen Fähigkeiten gewahr werden entwickelt eine kräftige Sogwirkung. Wenn all die fliegenden, hellseherischen, unzerstörbaren oder Gedanken lesenden Gestalten dann noch erkennen, dass ihr Schicksal sie zum Retter der Welt bestimmt hat bleibt man auch gerne mal fünf Folgen am Stück dabei. Das Tempo ist zunächst gemächlich, in den ersten zehn bis zwölf Folgen werden primär die Charaktere vorgestellt, bevor sich dann mehr und mehr Handlungssstränge kreuzen. Anders als die meisten gängigen Comic-Superhelden tragen die Helden dieser Serie keine Kostüme (und werden auch nicht zu Monstern), so dass die Stimmung trotz der übernatürlichen Kräfte erstaunlich realistisch bleibt. Einige etwas hölzerne Darsteller sind – wie in Serien so üblich – auch hier nicht zu vermeiden, was aber durch die gute Story und das insgesamt sehr ordentlich aufspielende Ensemble locker kompensiert wird.

Das mit den fünf Folgen am Stück ist im Fernsehen so ja nicht möglich – es sei denn man wirft ein halbes Jahr lang fein säuberlich den Festplattenrekorder an, und schneidet gleich auch noch die nervige Werbung raus. Wem das zu bunt ist, sollte wohl besser auf die DVD-Version warten (und spart sich die möglicherweise scheele Synchronisation). Lohnen tun sich die „Heroes“, die in den USA gerade zur zweiten Staffel angetreten sind, auf alle Fälle.

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