Transformers

„You know….for Kids!“ – dieses Zitat stammt zwar aus „Hudsucker“, wäre aber auch eine treffende Tagline für Michael Bay’s neuestes 150 Mio. $-Vehikel gewesen. Basierend auf zu allem möglichen Gedöns umbaubaren Spielzeug-Autos geht es um nichts weniger als um die Rettung der Erde. Zuständig dafür ist Durchschnitts-Teenie Sam (Shia LaBoeuf), dessen erstes Auto (ein klappriger Camaro) sich als einer der guten „Transformers“ entpuppt – während die bösen schon dabei sind, das US-Militär platt zu machen. Zwischen unzähligen Einstellungen, die das Militär und die Ami-Schlitten im besten Lichte präsentieren ist kein Zeit für Klimaschutz; wohl aber für eine sich anbahnende Love-Story, John Turturro als Geheimdienst-Special-Weiß-der-Geier-Schergen und mächtig viele Explosionen. Erstaunlicherweise gelingt es dem nicht gerade für seine Erzählkunst bekannten Regisseur sogar, seiner Geschichte eine in all ihrer Naivität durchaus stimmige Form zu geben (man könnte fast meinen Co-Produzent Steven Spielberg hätte mal für einen Abend das Skript mit nach Hause genommen). Was ihn leider nicht daran hindert, die ein oder andere Action-Szene in die Länge zu ziehen und „Transformers“ so auf eine Länge von 150 Min. anschwellen zu lassen. Wie oben bereits erwähnt richtet sich der Film vor allem an Kinder/Teenies und natürlich alte Fans der originalen „Transformers“. Alle anderen können dem Treiben wohl besser unbesehen eine Null aufschreiben oder wahlweise fünfe gerade sein lassen.
5/10

28 Weeks Later

Mit Zombie- und Horrorfilmen habe ich es ja bekanntlich nicht so. Da macht auch „28 Weeks Later“ keine Ausnahme. Der Film spielt ein halbes Jahr nach dem Ausbruch des Zombie-Virus aus Teil eins, England ist weitestgehend entvölkert, die Innenstadt von London dient den Überlebenden als Basis, streng geschützt von der US-Armee. Die hat – selbstverständlich – die Situation im Griff, nur eben nicht ganz. Gespickt mit ein paar wirklich gelungenen Alptraumsequenzen und nicht ohne echte Spannungsmomente erfüllt der Film trotzdem wohl nur die Erwartungen von Genre-Fans. Alle anderen können sich den Film getrost sparen.
6/10

Die Liebe in Mir

Mike Binders Drama „Reign Over Me“ (Originaltitel) muss sicherlich zum Kreis der post-9/11 Filme gezählt werden – immerhin leidet die Hauptfigur Charlie (Adam Sandler) bitter an den Folgen des Attentats. Seine gesamte Familie kam ums Leben, und aus dem fürsorglichen Familienvater und Zahnarzt ist ein spleeniger, aufbrausender Soziopath und Playstation-Junkie geworden. Auftritt von Alan (Don Cheadle), seinem Freund aus alten College-Tagen und ebenfalls Zahnarzt. Was als Drama zweier Männer in unterschiedlichen Krisen durchaus funktioniert verliert sich – wie die meisten anderen Versuche – als Drama um die Anschläge vom 9/11 in flüchtigen Andeutungen und blendet alles Politische weitgehend aus. Der Film wäre auch ohne die Anschläge möglich gewesen, nur wohl nicht so prominent besetzt: Adam Sandler, Don Cheadle, Liv Tyler und Jada Pinkett Smith sind mit von der Partie. Einige gute Szenen und insgesamt gute Darsteller (wenngleich Sandler sichtlich Probleme hat, gegen sein Hampelmann-Image anzuspielen) können nicht verhehlen, dass der Film mögliche Erwartungen an eine Ver- oder Aufarbeitung eines historischen Ereignisses nie einlösen kann und „nur“ als persönliches Drama starke Momente hat.

6/10

Perfect Stranger (DVD)

Ein B-Film ist ein B-Film ist ein B-Film. „Perfect Stranger“ ist zwar mit Halle Berry und Bruce Willis hochkarätig besetzt, aber vom Plot und der Storyline her ist der Film tief im B-Movie-Genre verankert. Die Journalistin Rowena (Berry) will den Mord an ihrer Freundin aufklären, die Spur führt zu einem wohlhabenden Werbe-Fuzzi (Willis), mit dem diese eine Affäre hatte. Kennen gelernt haben sich die beiden – man stelle sich vor! – in einem Chatroom. Mit ihrem nerdigen Sidekick (Giovanni Ribisi) sucht Rowena mit allen erdenklichen Mitteln nach des Rätsels Lösung, doch ist am Ende alles für die Katz – denn Spaß oder Spannung sucht man vergeblich. Das Ende mag zwar überraschend sein, aber leider auch total beknackt – in „Gothika“ haben viele derselben Zutaten sehr viel besser funktioniert.
4/10