Out of Time

Matt Whitlock (Denzel Washington) ist Polizeichef in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Florida. Seit kurzen von seiner schönen Frau Alex (Eva Mendes) getrennt lebend, hat er eine Affäre mit der verheiratenen Ann (Sanaa Lathan). Doch dann der Schock ? Ann hat Krebs und nur noch wenige Monate zu leben, ihre einzige Chance ist eine Spezialbehandlung in der Schweiz. Die ist allerdings sehr teuer, doch Matt ist ein guter Kerl und besorgt das Geld.Nun fängt der richtige Ärger an, denn das konfiszierte Drogengeld, das Matt „ausborgte?, muss viel früher als geplant der Staatsanwaltschaft übergeben werden. Matts Chancen, es zurückzukriegen sind eher gering, denn Ann und ihr Mann sind offenbar bei einem Brand in ihrem Haus ums Leben gekommen. Zu allem Überfluss ermittelt in dem Fall der beiden Toten Matts Ex Alex, und die hat bald spitz gekriegt, dass Ann einen Lover hatte. Nun wirds richtig eng für Matt, der seine ganze Kraft aufbieten muss, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Nicht zu vergessen, dass er die Sache natürlich nebenbei noch aufklären muss.

Eröffnet vom schönsten Vorspann seit „Catch Me If You Can? beginnt „Out of Time? vielversprechend. Nach einer kurzen Einführung der Charaktere setzt schnell die Thrillerhandlung ein, wobei der Film sich selbst nicht zu ernst nimmt. Die Wendungen, die die Handlung nehmen wird, sind früh am Horizont zu erkennen. Entscheidend ist aber auch nicht, was passiert, sondern wie es passiert. Regisseur Carl Franklin präsentiert die Story ohne große Schnörkel, und verbindet viele gute Szenen mit nur sehr wenigen eher schlechten. „Out of Time? kommt mit einer sympathischen Lässigkeit daher, die auch von den Darstellern in dem unterhaltsamen und kurzweiligen Plot unterstützt wird. Die Sonne Floridas ist dabei heimlicher Hauptdarsteller, sie hat als natürliche Lichtquelle großen Anteil an der ansprechenden Optik des Films.

Getragen wird „Out of Time? eindeutig von Denzel Washington, sein Spiel ist überzeugend und stimmig. Ein bißchen wirkt es, als hätte ihm die ungewohnt „leichte? Rolle großen Spaß gemacht, so entspannt und souverän dominiert er die Story. An seiner Seite liefert Eva Mendes eine anständige Vorstellung ab. War sie bisher meist nur als Schmückwerk engagiert („Irgendwann in Mexiko?, „2 Fast 2 Furious?) kann sie hier tatsächlich beweisen, dass sie nicht frei von schauspielerischem Talent ist. Der Rest der Besetzung bietet ebenfalls keinen Grund zur Klage.

Charmant wie seine beiden Hauptdarsteller ist eigentlich der ganze Film. Man könnte kritisch einwerfen, dass er ein wenig zu stromlinienförmig daherkomme. Oder dass er wenig originell sei. Aus der Luft gegriffen wären solche Vorwürfe nicht, aber letzlich prallen sie an der Leichtigkeit von „Out of Time? ab. Der Film erreicht sein Ziel, das Publikum über die gesamte Laufzeit bei Laune zu halten. Mal recht spannend, hin und wieder komisch oder auch romantisch kommt das Geschehen daher, nicht immer fesselnd, aber auch niemals langweilig. Wer auf der Suche nach gelungener Unterhaltung ist, kann den Gang ins Kino bedenkenlos antreten.

4/5

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